Bericht des 7. Sonnenhof-Juniorenturniers: Hertha BSC Berlin Turniersieger!

Vorrunde: Wildeck schafft als bestes Regionalteam beim Sonnenhof-Cup den Sprung in die Endrunde

WILDECK. Aus heimischer Sicht setzten beim 7. Sonnenhof Junioren-Cup der SG Wildeck die Elf des Gastgebers und die JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund mit dem Erreichen der Endrunde die Glanzlichter. Zunächst war der große Jubelsturm beim ersten Auftritt der SG Wildeck gegen Titelverteidiger FC Schalke 04 nach dem Ausgleichstreffer von Leonhard Weber nur von kurzer Dauer, da die Knappen schnell die Kräfteverhältnisse wieder gerade rückten und am Ende mit 4:1 die Nase vorn hatten. Richtig Stimmung kam dann bei Paul Krämers vier Treffern in Folge gegen TuS Makkabi Frankfurt auf, wobei Weber noch Pech mit einem Pfostentreffer hatte. Die beiden Gegentreffer der Gäste aus der Mainmetropole im Schlussakkord konnte die Freude von Trainer André Krämer aber keineswegs trüben, da Tino Mellado, Krämer, Weber und Joel Schade mit ihren Treffern gegen die JSG Rotenburg/Braach endgültig den Einzug in die Endrunde sicherstellten. Für die höher eingeschätzten Gäste von Makkabi war damit erstmals in der Vorrunde Schluss.  Herleshausen , das zum Auftakt die FSG Bebra mit 3:0 bezwang, machte im letzten Spiel gegen den SV 09 Hofheim einen 1:3 Rückstand wett, wobei Marcel Berger mit einem Hattrick großen Anteil daran hatte, gewannen 5:4 und buchten damit die Finalteilnahme. Während der JFV Ulfetal mit seinem Sieg gegen den JFV Fuldatal und dem ESV Gerstungen gegen die JSG Werratal zumindest ein Erfolgserlebnis verbuchen konnten, blieb es für die Ludwigsauer, die Heringer, der JSG Rotenburg/Braach und der JSG Bebra bei der Erkenntnis, bei Konzert der Großen einmal dabei gewesen zu sein.

Farbtupfer in dieser Vorrunde war der SC Dortelweil aus Bad Vilbel. Mika Hertz, der mit acht Treffern der beste Torschütze der Vorrunde war, besiegte mit seinen Toren beim letzten Spiel des Vorrundentages, den SV Werder Bremen beim 2:1 fast im Alleingang und sorgte somit für den Verlustpunktfreien Einzug in die nächste Runde. Der SC-Nachwuchs hat in dem ehemaligen Frankfurter Profi Markus Beierle, der die Senioren des SC trainiert, ein Vorbild, dem es nachzueifern gilt. Auch wenn sich die einzelnen Mannschaften in manchen Spielen einer wahren Trefferflut ergeben mussten, immerhin fielen in der Vorrunde in 40 Spielen 245 Tore, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Es gibt nicht viele Spieler, die später einmal berichten können, gegen solch etablierte Teams gespielt zu haben.

Ergebnisse der Vorrunde des U 11-Turniers in Obersuhl:

Gruppe A:

  1. Hamburger SV 12 Punkte/19:2 Tore
  2. Hertha BSC Berlin 9/18:8
  3. FSV Frankfurt 6/12:9
  4. ESV Gerstungen 3/4:21
  5. JSG Werratal 0/7:20

Gruppe B:

  1. Wisla Krakau 10 Punkte/16:2 Tore
  2. SV Darmstadt 98 9/18:5
  3. VfL Wolfsburg 7/13:5
  4. JFV Ulfetal 3/3:16
  5. JFV Fuldatal 0/3:25

Gruppe C:

  1. FC Schalke 04 12 Punkte/21:4 Tore
  2. Hannover 96 9/20:6
  3. SG Wildeck 6/9:13
  4. TuS Makkabi Frankfurt 3/11:11
  5. JSG Rotenburg/Braach 0/0:26

Gruppe D:

  1. SC Dortelweil 12 Punkte/24:1 Tore
  2. SV Werder Bremen 9/30:2
  3. JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund 6/8:18
  4. SV 09 Hofheim 3/8:21
  5. FSG Bebra 0/1:2

Die Endrunde: Hertha BSC Berlin Turniersieger!

Die siebte Auflage des Sonnenhof Junioren-Cups der SG Wildeck in der Obersuhler Großsporthalle hat Wort gehalten, den zahlreichen Zuschauern wieder an zwei Tagen Nachwuchsfußball vom Feinsten geboten und hatte mit Hertha BSC Berlin, die gleich bei der zweiten Teilnahme zuschlugen, einen würdigen Sieger. Im Finale hatte der Gewinner von 2012, SV Werder Bremen zwar die erste große Möglichkeit durch ihren agilsten Akteur, Kapitän Fatih Sakine, doch die Treffer erzielten die Hauptstädter. Zunächst war beim 1:0 Verlass auf  den besten Torschützen des Turniers, Julius Gottschalk, der insgesamt am Endrundentag zwölfmal einlochte. Trotz Torwartwechsel fanden die Nordlichter nicht mehr richtig ins Spiel und kassierten durch Enes Güntüz und Yannik Mausehund noch zwei weitere Treffer. Ganz schadlos war die Hertha nicht über das Turnier gekommen. Am Vorrundentag musste man sich dem zweiten Nordlicht, Hamburger SV, mit 1:4 geschlagen geben und am Finaltag in den Gruppenspielen dem FC Schalke 04 mit 3:5. Im Gegensatz  zu den Profis bereitete der Nachwuchs des HSV seinem Idol Uwe Seeler zum 80. Geburtstag am Samstag mehr Freude. Verlustpunktfrei marschierte man in die nächste Runde und schloss das Turnier nach einem umkämpften 4:3 gegen den VfL Wolfsburg mit dem dritten Platz ab. Der HSV hatte hier noch ein paar Körner mehr zum drauflegen und ließ sich nach einer 4:1 Führung nicht mehr durch die Aufholjagd der VW-Städter aufhalten. Dagegen fanden die Hanseaten im ersten Halbfinale, dem Nordderby gegen Werder Bremen, nie richtig ihren Rhythmus und zeigten zu wenig Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor, wofür sie mit dem 1:2 am Ende die Quittung bekamen. In der Gruppenphase hatte man sich 2:2 getrennt. Das zweite Halbfinale zwischen Berlin und Wolfsburg war von einigen Nicklichkeiten geprägt, die durchaus Parallelen zum bezahlten Fußball aufzeigten. Trotzdem blieb alles im Rahmen des Erlaubten und die Herthaner siegten Dank ihres zweitbesten Torjägers, Yannik Mausehund mit 2:0. Erwartungsgemäß blieb es bei den beiden heimischen Vertretern in der Endrunde, der SG Wildeck und der JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund, bei kleinen Erfolgserlebnissen. Wildecks Paul Krämer erzielte beim 1:4 gegen Bremen den zwischenzeitlichen Gleichstand, was Leonhard Weber beim Spiel gegen den HSV ebenfalls gelang. Auch diese Partie ging mit 1:4 verloren und beim 0:4 gegen Wolfsburg war dann die Luft raus. Herleshausens Marcel Berger konnte sich beim 1:9 gegen Berlin und 1:8 gegen Wisla Krakau jeweils als Torschütze feiern lassen. Beim 0:11 gegen Schalke war man aber absolut chancenlos. Die Knappen beendeten als Titelverteidiger nach einem 3:1 gegen den SV Darmstadt 98 das Turnier auf Rang fünf. Am Ende gab es bei der Siegerehrung durch Organisator und Bürgermeister Alexander Wirth, der ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz und Hauptsponsorin Anette Leiter vom Sonnenhof nur strahlende Gesichter. Die Auszeichnung zum besten Torhüter konnte Sverre Dittmann vom HSV und des besten Torhüters Keno Meyer von Bremen in Empfang nehmen. „Macher“ Alexander Wirth stellte am Schluss allen für 2017 eine Neuauflage des in der Region und mittlerweile weit über die Grenzen hinaus bekannten einzigartigen Turniers in Aussicht.

Ergebnisse der Endrunde des U 11-Turniers in Obersuhl:

Gruppe A:

  1. SV Darmstadt 98 6 Punkte/8:5 Tore
  2. FSV Frankfurt 6/6:4
  3. SC Dortelweil 3/4:5
  4. Hannover 96 3/8:12

Gruppe B:

  1. Hamburger SV 7 Punkte/7:3 Tore
  2. SV Werder Bremen 5/7:4
  3. VfL Wolfsburg 4/5:2
  4. SG Wildeck 0/2:12

Gruppe C:

  1. FC Schalke 04 9 Punkte/21:3 Tore
  2. Hertha BSC Berlin 6/17:6
  3. Wisla Krakau 3/8:11
  4. JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund 0/2:28

Viertelfinale:

SV Darmstadt 98 – SV Werder Bremen 1:3

Hamburger SV – SC Dortelweil 3:3, 8:7 nach Achtmeterschießen

FSV Frankfurt – Hertha BSC Berlin 2:4

FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 2:2, 5:6 nach Achtmeterschießen.

Kleines Halbfinale:

SV Darmstadt 98 – SC Dortelweil 2:1

FSV Frankfurt – FC Schalke 04 2:6.

Halbfinale:

SV Werder Bremen – Hamburger SV 2:1

Hertha BSC Berlin – VfL Wolfsburg 1:0

Spiel um Platz fünf:

SV Darmstadt 98 – FC Schalke 04 1:3

Spiel um Platz drei:

Hamburger SV – VfL Wolfsburg 4:3

Endspiel:

SV Werder Bremen – Hertha BSC Berlin 0:3

 

-Thomas Becker –

…DANKE, THOMAS !!!!