D-Junioren enttäuschen bei Hessenmeisterschaft

ALLENDORF/EDER. Zwei torlose Remis und nur Rang 16, das ist die magere Ausbeute der Wildecker D-Junioren bei der Hessenmeisterschaft in Allendorf/Eder. Beim Stelldichein der 16 besten D-Jugendmannschaften des Landes Hessen hatte sich das Team vom Trainerduo Alexander Wirth und Manuela Rudolph durchaus mehr versprochen. Die holprige Anreise -der Bus musste wegen eines Defektes in Friedewald ausgetauscht werden- war nur der Anfang eines eher unglücklichen Fußballtages. Dabei war, zumindest auf dem Rasen, der Beginn recht vielversprechend. In der ersten Begegnung gegen Rot-Weiß Darmstadt merkte man dem Wildecker Team die fehlende Vorbereitung auf die Partie an. Gegen Ende des Spiels gewann man mehr und mehr die Oberhand, zu einem Treffer reichte es jedoch nicht. Im zweiten Spiel gegen die SG Reinhardshagen, die vom FSV Frankfurt eine 0:5 Abfuhr bekommen hatten, präsentierte sich die SGW zu passiv. Dabei hätte man mit einem Dreier bereits die Meisterrunde buchen können. Reinhardshagen präsentierte sich bissiger, war stets einen Schritt schneller und konnte so verdient mit einem knappen 1:0 drei Punkte einsacken. Im letzten Gruppenspiel boten die Wildecker gegen den späteren Hessenmeister FSV Frankfurt die beste Leistung. Der FSV war zwar spielbestimmend, doch die SG hielt gut dagegen und musste vier Minuten vor dem Ende aus abseitsverdächtiger Situation das unglückliche 0:1 hinnehmen. Bei einem Punktgewinn war man für die Meisterrunde qualifiziert und hätte Rang acht sicher gehabt. So blieb nur die Trostrunde, in man es im ersten Spiel mit dem KSV Baunatal zu tun bekam. Tom Lindemann und Dennis Pierce verpassten den Führungstreffer. Der KSV, für einige eigentlich der Geheimfavorit, zeigte sich abgeklärter und schlug in den letzten zwei Minuten zweimal eiskalt zu. TuS Makkabi Frankfurt, die bei den Wildeckern drei Tage zu Gast waren, hieß der nächste Gegner. Nach gegenseitigem Abtasten nahm die Partie Fahrt auf, doch wiederrum scheiterten die Wildecker an ihrer Abschlussschwäche. Ein Strafstoß Sekunden vor dem Schlusspfiff besiegelte schließlich die Niederlage, nicht unverdient für die Frankfurter, die zuvor zweimal an der Latte gescheitert waren. Ein 0:0 gegen den FC Cleeberg 1949 bildete den Abschluss der Gruppenphase, wobei ein Pfostentreffer von Philipp Becker ins Bild des Gesamttages passte. Den Gegner hatte man im Griff, doch erneut konnte man sich nicht belohnen. Im Spiel um Platz 15 traf man, wie im Eröffnungsspiel, auf Rot-Weiß Darmstadt und unterlag mit 0:2. Für die SGW war einfach die Luft raus, keine Durchschlagskraft mehr in der Offensive und zwei Abwehrfehler besiegelten die Niederlage.

Insgesamt gesehen blieben die Wildecker weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Lediglich Celina Rudolph, die in allen Partien eine starke Leistung in der Abwehr bot, konnte überzeugen. Nun heißt es für die SG-ler die erfolglose Hessenmeisterschaftsteilnahme schnellsten abzuhaken und sich mit voller Konzentration dem am Wochenende anstehenden Regionalpokalfinale beim FV Horas zu widmen. Es soll schließlich der krönende Abschluss einer hervorragenden Saison werden. Der zweite Vertreter der Region Fulda, Gruppenligameister TSV Lehnerz, kam in der Hauptrunde nicht über zwei Remis hinaus, wurde aber Gruppensieger der Trostrunde und musste sich im Spiel um Platz 9 TuS Makkabi Frankfurt mit 1:3 nach Achtmeterschießen geschlagen geben.

Die Ergebnisse der Wildecker:

Vorrunde Gruppe C: SG Wildeck – SKV Rot-Weiß Darmstadt 0:0, SG Reinhardshagen – SG Wildeck 1:0, FSV Frankfurt – SG Wildeck 1:0.

Trostrunde Gruppe H: SG Wildeck – KSV Baunatal 0:2, TuS Makkabi Frankfurt – SG Wildeck 1:0, FC Cleeberg 1949 – SG Wildeck 0:0.

Spiel um Platz 15: SG Wildeck – SKV Rot-Weiß Darmstadt 0:2.

SG Wildeck: Luis Bauer – Tom Pierce, Nils Eckhardt, Max Wilhelm, Fabien Niebling, Dennis Pierce, Simon Blankenbach, Tom Lindemann, Celina Rudolph, Philipp Becker, Nick Wirth.

– Thomas Becker –