E.ON/HNA-Cup – Endrunde in Baunatal am 13.05.2010: 6. Platz – es war mehr drin!

von | 17. Mai 2010




Endrunde
war ein Erlebnis.

 





BAUNATAL.  Mangelnde Chancenauswertung kostete
den F-Juniorenkicker der SG Wildeck eine bessere Platzierung beim
Endrundenturnier um den E.ON/HNA-Cup am Baunataler Braunsberg. Bei kühlen
Temperaturen und nicht gerade optimalen Platzverhältnissen bedeuteten zwei
Unentschieden und eine Niederlage bereits in der Gruppenphase das Aus. Der
Platz, der gelinde gesagt einem „Sturzacker“ glich, war aber nicht
ausschlaggebend für das frühe Ausscheiden. Soviel sei aber angemerkt, so
mancher unserer Seniorenspieler hätte bei ein solch holprigen Geläuf auch den
Kopf geschüttelt. Noch etwas muss als Randbemerkung notiert werden. Eine solche
Veranstaltung hat unserer Meinung nach eine bessere Organisation verdient.
Würstchen (Kochwürstchen!) gab es ab 13.30 Uhr schon nicht mehr und für einen
Pott Kaffee musste man „stundenlang“ anstehen. Auch die Begrüßung und Ansage
lies manches zu wünschen übrig. Der Höhepunkt war dann der Ordnungsdienst. Ja
der Ordnungsdienst, sie lesen richtig, Ordnungsdienst  …  bei
einem F-Juniorenturnier!!! Zwei junge Männer, ausgestattet mit Ordnerbinden,
hatten nichts Besseres zu tun, als die Kinder „in Schach“ zu halten, dass sie
dem Spielfeld nicht zu nahe kamen. Immer wieder wurden wir darauf hingewiesen,
dass man sich nur in dem ausgewiesenen Terrain warm zu machen oder zu spielen
hat. Irgendwie hat man in Baunatal wohl vergessen, dass ein Sportplatz zum
spielen da ist. Traut man den Betreuern nicht zu, dass sie auf ihre
Kicker/innen aufpassen und den Spielbetrieb nicht stören. Soviel zu den äußeren
Umständen, nun zu den Spielen:

SG Wildeck – KSV Baunatal 0:2 (0:0)

Im Auftaktmatch bot die SG dem hohen
Favoriten und späteren souveränen Gruppensieger, KSV Baunatal, lange Paroli. In
einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte hatten Philipp Becker und Tim Schubert
bereits nach 60 Sekunden die Führung auf dem Fuß. Als nach sieben Minuten die
Seiten gewechselt wurden, zeigte sich die SG einmal nicht auf der Höhe und der
KSV nutzte dies eiskalt zur Führung aus. Der zweite Treffer  etwas glücklich aus Baunataler Sicht. Eine
hohe Eingabe von links senkt sich unhaltbar über Torsteher Philipp Brandau ins
Netz. Wildeck steckte nicht auf, doch auch Tim Schuberts Schuss, der nach einem
langen Ball aus der eigenen Hälfte sofort abzieht, zischt um Zentimeter am
Pfosten vorbei. Zwei „Blackouts“ besiegelten letztendlich die Niederlage.

SG Wildeck – SV Reichensachsen 0:0 (0:0)

Im zweiten Spiel gegen den Nachbarn
aus dem Werra-Meißner Kreis, dem SV Reichensachsen, klebte den Stürmern das
Pech an den Schussstiefeln. Nach ausgeglichener erster Hälfte, kam im zweiten
Spielabschnitt Schwung in die Partie. Zunächst blockt ein Abwehrspieler Philipp
Beckers Gewaltschuss mit dem Körper ab (7.), dann verzieht Tim Schubert nur
knapp (10.). Nur einmal kam der SV gefährlich vor das SG-Tor, doch Torsteheer
Philipp Brandau zeigt sich auf dem Posten. Die größte Möglichkeit in der
Schlussminute. Philipp Becker startet einen Flankenlauf über das halbe Feld,
passt nach Innen, doch Tim Schuberts Schuss klatscht an die Latte. Das Glück
hat die SG wohl verlassen. Trotzdem war zu diesem Zeitpunkt noch alles offen.
Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied hätte noch zum Sprung ins
Halbfinale gereicht!

SG Wildeck – JSG Leine/Friedland 1:1 (1:0)

Vor dem Spiel hatten die Trainer
Alexander Wirth und Manuela Rudolph ihr Team noch einmal richtig „heiß“
gemacht. Gerade mal zwei Minuten waren gespielt, da bricht Max Wilhelm mit
seinen Führungstreffer endlich den Bann. Aus halbrechter Position zieht er ab
und der Torwart lässt den Ball unter seinem Körper über die Linie rutschen. Auf
der Gegenseite setzt die JSG einen Freistoß knapp neben das Wildecker Tor. Doch
auch in der Folgezeit spielen die Wildecker zu verkrampft und versäumen es den
Sack zuzumachen. Man ist optisch weiter überlegen, aber die Stürmer treffen an
diesem Tag einfach nicht. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel (!) verpasst
Philipp Becker die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen. Nick Wirth hatte sich schön
auf der rechten Seite durchsetzt und in den Strafraum geflankt, Philipp
versucht den Ball mit dem Körper anstatt mit dem Kopf über die Linie zu
drücken. Kurz vor dem Abpfiff dann die kalte Dusche für die SG. Bei einem
Fernschuss der JSG kommt Brandau zwar mit den Fingerspitzen an den Ball, doch
vom Innenpfosten springt der Ball zum Endstand ins Tor (13.). Die letzte
Möglichkeit dann erneut durch Philipp Becker, doch der gegnerische Torsteher
kann zur Ecke klären. Damit war der Traum vom Endspiel im Kasseler Auestadion
ausgeträumt.

Trotzdem werden die Wildecker am 22.
Mai den KSV Hessen Kassel anfeuern, da es für jede qualifizierte Mannschaft 20
Freikarten gab. Außerdem konnte jeder Spieler einen Ball und das Team einen
Pokal mit nach Hause nehmen. Kleiner Trost für die SGW: Der Gruppensieger
Baunatal erreichte letztendlich das Endspiel und Reichensachen als Gruppenzweiter
siegte im Spiel um Platz drei gegen die JSG Neukirchen/Immichenhain/Ottrau mit
4:2 nach Verlängerung. SG-Trainer Alexander Wirth am Ende etwas enttäuscht:
„Hätten wir die Leistung der letzten Wochen abgerufen, war das Endspiel
durchaus drin“. Dies konnten die mitgereisten Eltern und Fans nur bestätigen. Für
seine Spieler war es aber auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, auch wenn es ein
langer Tag war. Bereits um 8.30 Uhr setzte sich der Tross vom REWE Parkplatz in
Obersuhl in Bewegung. Auf den Heimweg machte man sich dann um 16 Uhr.

Ein besonderer Dank geht an die
Familie Schubert, die extra von Dortmund angereist waren und direkt nach
Spielende sich wieder auf den Weg machten. Die krankheitsbedingt ausgefallenen
Spieler Caroline Damm und Felix Weyh hatte man bei der Siegerehrung nicht
vergessen. Auch für sie hat man einen Spielball mitgenommen.

 

Persönliche Anmerkung des
Verfassers:

M.E. war die Gruppe A stärker als die Gruppe
B. Nicht nur die ausgeglichenen Ergebnisse spiegeln dies wieder, sondern auch
die gezeigten Leistungen auf dem grünen Rasen bestätigten dies. Wer die
Ergebnisse unseres Teams betrachtet, wird feststellen, dass wir gegen den
„haushohen“ Favoriten durchaus mithalten konnten. Leider litten unsere Kicker
wohl unter einer „Blockade“. Trotzdem zolle ich der Mannschaft Respekt. Sie hat
sich niemals aufgegeben und immer an ihre Chance geglaubt. Und eins darf man
auch nicht vergessen: Mit dem Sieg im Kreisentscheid hat man ja schon etwas Hervorragendes
geleistet.

 

SG Wildeck: Philipp Brandau, Tillmann Fey, Nick Wirth, Tim
Schubert, Dominik Schumann, Max Wilhelm, Celina Rudolph, Philipp Becker, Jannik
Mangold.

                                                                       -Thomas
Becker-

2. Juli, 17 Uhr: KSV Hessen zu Gast

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