Mike Lindemann übernimmt die SG Wildeck

WILDECK. Mit Mike Lindemann will der vermutliche Kreisoberligaabsteiger SG Wildeck in der Kreisliga A einen Neuanfang starten. Wie der Vorstand der SG Wildeck mitteilt, tritt er die Nachfolge von André Krämer an, der aus privaten Gründen keine Zusage für die neue Saison geben konnte. Krämers Sohn spielt bei Rot-Weiß Erfurt und dies bedarf eines besonderen zeitlichen Aufwandes. Trainergeschäft, Spiel- und Trainingsbesuche des Filiuses und ein bisschen Privatleben, das war nicht mehr vereinbar. Wie Vorstandsmitglied Mike Rimbach mitteilt, dankt die SG Wildeck André Krämer für seine geleistete Arbeit. Die SG habe ihm viel zu verdanken, nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer, was höchste Anerkennung verdiene. Mit Lindemann hat die SGW kein unbeschriebenes Blatt im Trainergeschäft verpflichtet. Bis zum Ende der Saison zeichnete er als Trainer des A-Juniorengruppen-ligisten JFV Bad Hersfeld verantwortlich. „Mein Engagement war klassenunabhängig, es ist für mich keine Tragödie, dass wir wohl A-Liga spielen“, so Lindemann in einem ersten Gespräch. „Die Wildecker kenne ich schon von früher in meiner aktiven Zeit in Ausbach. Ein gut geführter Verein mit einem Vorstand, mit dem man ruhig zusammenarbeiten kann“, verteilt er schon Vorschusslorbeeren. Er freue sich etwas Neues aufzubauen, richtet er den Blick voraus und hier insbesondere auf den Nachwuchs. Von Beginn an möchte er die A-Jugendlichen mit einbinden. Ein erstes Bild will er sich bereits am Dienstag, 12. Juni, in Neukirchen machen, wo die Wildecker A-Jugend im Entscheidungsspiel um den Gruppen-ligaaufstieg gegen Rückers spielen. Die Umstrukturierung wird für die A-Jugendlichen in der A-Liga einfacher werden, hier können sie leichter Fuß fassen, sagt der zukünftige Wildecker Coach. Zukunftsorientiert denken und handeln ist die Devise. Für die aufwendige Nachwuchsarbeit müsse man auch die Ernte einfahren und daher sei es wichtig die Jungen frühzeitig heranzuführen, bricht er eine Lanze für die Vereine, die sich intensiv um den Nachwuchs kümmern und auch ausbilden. „Ich betrete kein Neuland, langfristig ist natürlich die Wiederaufstieg das Ziel“, gibt er die Marschrichtung für die kommenden Spielserien vor. (bt)

Zur Person

MIKE LINDEMANN war vor seinem Engagement in Wildeck zwei Jahre Trainer beim Juniorenverbands- und Gruppenligisten JFV Bad Hersfeld. Relativ spät, bis zum 16-ten Lebensjahr stand die Leichtathletik im Vordergrund, kam er zum Fußball. Als gefürchteter Torjäger war er bei Kali-Werra Tiefenort (Zweite DDR-Liga – vergleichbar mit unserer heutigen Regionalliga) aktiv. 1990 folgte dann der Wechsel zum TSV Ausbach. 1997 bis 1999 kickte er für Asbach in der Verbands- und Hessenliga. Danach führte ihn der Weg wieder zurück nach Ausbach, wo er 2008 seine aktive Karriere beendete. Weitere Trainerstationen werden der FSV Hohe Luft, ESV Weiterode und von 2012 bis 2016 bei der FSG Hohenroda, mit der er u.a. den Aufstieg in die Gruppenliga schaffte. (bt)