SGW gewinnt das Derby gegen den ESV Hönebach!

Richelsdorf. Der ESV Hönebach unterliegt trotz früher Führung und der Chance auf das 2:0 seinem Nachbarn und Gemeinde-Rivalen mit 1:3.

In einem kampfbetonten, aber fairen Nachbarschaftsderby in der Fußball-Kreisoberliga besiegte Gastgeber SG Wildeck nicht ganz unverdient den ESV Hönebach 3:1 (2:1).

Bereits in der 2. Minute jubelten die Gäste. Nach einem langen Ball von Keeper Nils Katzmann wurden Kai Wollenhaupt und Marius Zilch nicht energisch genug gestört. Zilch bewies Übersicht mit seinem Pass auf Tim Schwarz, der gekonnt zum 0:1 ins rechte untere Eck traf.

Gerade mal 120 Sekunden später hatte Marcel Katzmann das 0:2 auf dem Fuß, doch SGW-Keeper Leif Herrmann rettete. „Mit dem zweiten Tor hätten wir alle Karten in der Hand gehabt“, trauerte ESV-Trainer Tino Jäger dieser vergebenen Chance nach.

Wiederum nur zwei Minuten später kam Yannik Rimbach im Zweikampf mit Zilch zu Fall. Meik Dickmann, der sehr mannschaftsdienlich spielte, versenkte den Strafstoß zum 1:1 (6.).

Jetzt fand die Heimelf ein wenig besser ins Spiel. Dickmanns Flanke köpfte Pascal Preis zum 2:1 ein (23.) und drehte damit das Spiel. Doch die Platzherren ließen sich zu weit zurückfallen und gerieten unter Druck. Folgen hatte das nicht. Denn Wollenhaupts Freistoß lenkte Herrmann mit beiden Fäusten über die Querstange. Und bei einer Serie von drei Eckbällen konnte kein ESV-Kicker die konfuse Wildecker Abwehr überwinden.

Erst kurz vor dem Pause befreite sich die SG wieder ein wenig und hatte das 3:1 vor Augen. Doch Marcel Mohr rettete nach einer Flanke von Preis vor dem einschussbereiten Marc Hoffmann (43.).

Nach dem Seitenwechsel gab wieder der ESV gegen eine zu passive SGW den Ton an. Spätestens nach der Ampelkarte gegen André Veselcic (SG) entwickelte sich die Partie für die Wildecker zu einer Abwehrschlacht, in der André Kirschke und Bastian Roth mit ihrer Kopfballstärke Chancen der Hönebacher verhinderten. „Die letzte Konsequenz zum Tor hat gefehlt, der Konter kann dann passieren“, kommentierte Jäger. Denn Martin Schad schloss einen Gegenstoß mit einem herrlichen Distanzschuss zum 3:1 (83.) ab. Nils Katzmann verhinderte gegen ihn das 4:1 (86.).

„Wir hatten zum Schluss mehr Körner zum Nachlegen. Das zeigt, dass wir in der Winterpause gut gearbeitet haben. Ich möchte in der nächste Woche in Bosserode gegen Rotenburg da weitermachen“, sagte Wildecks Trainer Sandro Mohr nach dem seiner Meinung nach verdienten Sieg.

SG Wildeck: Herrmann – Kirschke, Veselcic, Roth, Preis (55. Schad), Klatt (46. Sandrock), Jäger, Dickmann, Bode, Hoffmann (68. Grin), Yannik Rimbach

ESV Hönebach: N. Katzmann – Jasiulek, Morgun (46. Hintzen), Mohr, Kreuzberg, Böttcher, Zilch, Schwarz, Wollenhaupt (41. Bommer), M. Katzmann, Brill

Tore: 0:1 Schwarz (2.), 1:1 Dickmann (Strafstoß, 6.), 2:1 Preis (23.), 3:1 Schad (83.)

SR: Stöcker (Rotenburg): Z: 280.

Von Thomas Becker