U11-Juniorenhallenturnier Sonntag, 11. November 2012

Wildeck belegt im Konzert der Großen Platz fünf

WILDECK. Fast 600 Zuschauer brauchten bei der dritten Auflage des U 11-Hallenturniers der SG Wildeck in der Obersuhler Großsporthalle ihr Kommen nicht zu bereuen. Auch wenn das Niveau, zumindest zu Beginn des Spieltages, nicht ganz an das vergangene Jahr heranreichte, steigerte sich das Ganze und hatte mit dem SV Werder Bremen einen würdigen Nachfolger vom Titelverteidiger FSV Mainz 05, der diesmal nicht am Start war. Die „Nordlichter“ hatten im Halbfinale mit einer geballten Frankfurter Übermacht zu kämpfen. Erst im Achtmeterschießen konnten sie sich gegen TuS Makkabi Frankfurt mit 6:4 durchsetzen. Im zweiten Halbfinale, dem ewig jungen Stadtduell zwischen dem FSV Frankfurt und der Eintracht, behielten am Ende die Adlerträger mit 2:0 die Überhand. Für den FSV war dann im Spiel um Platz drei die Luft raus und Makkabi setzte sich klar nach Treffern von Antonio Radelja, Connor Campbell und Maxime Schubert mit 3:0 durch. Das Finale war dann auch der spielerische Höhepunkt. Die vermeintlich besten Teams trafen hier aufeinander. Bremen, die die lautstärkste Fangemeinde mitgebracht hatten, gingen durch Dominik Paniose in Führung. Mannschaftskapitän Nick Woltemade machte mit einem satten Schuss, fast von der Mittellinie aus, den Sack schließlich zu. Trainer Peter Behrens zeigte sich nach dem Turnier sichtlich zufrieden. „Nach dem zähen Vormittag war das nicht mehr unbedingt zu erwarten“, spielte er auf den schwachen Start seines Teams an. Nach der Auftaktniederlage gegen Makkabi Frankfurt und dem Remis gegen RB Leipzig schienen ihnen die Felle schon davon zu schwimmen. Ein glattes 3:0 gegen Darmstadt 98 im letzten Gruppenspiel und ein schwer erkämpfter 1:0 gegen Gastgeber Wildeck ebnete ihnen dann doch noch den Weg in die Finalrunde. Apropos SG Wildeck: Der Gastgeber erntete nicht nur wegen seiner hervorragenden Organisation Lob von allen Seiten. Das Team von Trainer Alexander Wirth, der sich federführend für dieses Event verantwortlich zeichnete, und Betreuerin Manuela Rudolph spielte im Konzert der Großen mehr als gut mit. Gleich im Eröffnungsspiel startete man mit einem wahren Paukenschlag. Nicht einmal 60 Sekunden waren gespielt, da sorgte Max Wilhelm mit dem Führungstreffer gleich für richtig Stimmung in der Bude. Auch wenn Luan Maziemke noch ausgleichen konnte, war es für die Gastgeber ein Auftakt nach Maß. Im zweiten Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena war Tom Pierce nicht zu stoppen, der beim spannungsgeladenen 4:3 alle Treffer der Wildecker erzielte. Auch im dritten Vorrundenspiel gegen den FSV Frankfurt war man nahe dran, einen weiteren Punkt zu sammeln, doch nach Nick Wirths Ausgleichtreffer musste man kurz vor der Schlusssirene noch das 1:2 von Francesco Simonelli hinnehmen. Nach der knappen Niederlage in der Zwischenrunde gegen den späteren Turniersieger (0:1) qualifizierte man sich mit einem 2:0 gegen Rot-Weiß Erfurt (Tore: Tom Pierce und Max Wilhelm)  für das Spiel um Rang fünf. Hier gab es dann eine Neuauflage des Eröffnungsspieles gegen die Wölfe. Die reguläre Spielzeit reichte nicht aus, um einen Sieger zu ermitteln. Im Achtmeterschießen avancierte dann Keeper Philipp Brandau zum Matchwinner, als er einen Wolfsburger Strafstoß parieren konnte. Somit beendeten die Gastgeber das Turnier überraschend auf dem fünften Platz. Für das Auswahlteam des Kreises Hersfeld-Rotenburg, das von Richard Berk und Mike Pierce betreut wurden, blieb am Ende nur der letzte Rang. Treffer von Alex Prokopenko, Daniel Brähler und Niclas Hartwig reichten in keinem Spiel zu einem Punktgewinn. So wie es aussieht, können sich die heimischen Fußballfreunde in 2013 auf eine vierte Auflage dieses, in der Region, wohl einzigartigen Turniers, freuen.

 

-Thomas Becker-

 

Statistik:

 

Bester Torwart:          Niklas Wienhold (VfL Wolfsburg)

Bester Torschütze:     -Wurde per Achtmeterschießen ermittelt.-

Adhem Hujdurovic (Carl-Zeiss Jena)             -6 Tore in fünf Spielen

Luka Justinic (FSV Frankfurt)                         -6 Tore in sechs Spielen

Luka Justinic setzte sich im Achtmeterschießen durch.

Insgesamt gab es in den 34 Spielen 128 Tore zu bejubeln, was einen Schnitt von

3,67 pro Spiel bedeutet.

Bester Spieler:            Nick Woltemade (SV Werder Bremen)

 

Ergebnisse U 11-Turnier in Obersuhl:

Gruppe A: 1. FSV Frankfurt 7 Punkte/9:3 Tore, 2. SG Wildeck U12 4/6:6, 3. VfL Wolfsburg 3/4:4. 4- FC Carl Zeiss Jena 1/4:10.

Gruppe B: 1. Eintracht Frankfurt 9 Punkte/9:3 Tore, 2. KSV Baunatal 6/5:4, 3. FC Rot-Weiß Erfurt 3/6:4, 4. Auswahlmannschaft Hersfeld-Rotenburg 0/1:10.

Gruppe C: 1. TuS Makkabi Frankfurt U12 9 Punkte/6:2 Tore, 2. SV Werder Bremen 4/5:3, 3. RB Leipzig 2/4:5, 4. SV Darmstadt 98 1/2:7.

Viertelfinale:

FSV Frankfurt – KSV Baunatal 5:1, Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 2:1, SG Wildeck – SV Werder Bremen 0:1, TuS Makkabi Frankfurt – Rot-Weiß Erfurt 4:2.

Halbfinale Trostrunde:

RB Leipzig – Auswahlmannschaft Hersfeld-Rotenburg 4:1, SV Darmstadt 98 – FC Carl Zeiss Jena 3:2.

Kleines Halbfinale:

KSV Baunatal – VfL Wolfsburg 1:1, 2:4 nach Achtmeterschießen, SG Wildeck – Rot-Weiß Erfurt 2:0.

Halbfinale:

FSV Frankfurt – Eintracht Frankfurt 0:2, SV Werder Bremen – TuS Makkabi Frankfurt 2:2, 6:4 nach Achtmeterschießen.

Spiel um Platz elf:

Auswahlmannschaft Hersfeld-Rotenburg – FC Carl-Zeiss Jena 1:4.

Spiel um Platz neun:

RB Leipzig – SV Darmstadt 98 2:1.

Spiel um Platz sieben:

KSV Baunatal – Rot-Weiß Erfurt 2:3.

Spiel um Platz fünf:

VfL Wolfsburg – SG Wildeck 0:0, 2:3 nach Achtmeterschießen.

Spiel um Platz drei:

FSV Frankfurt – TuS Makkabi Frankfurt 0:3.

Endspiel:

Eintracht Frankfurt – SV Werder Bremen 0:2.

 

Die Siegerehrung nahm in Vertretung von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der auch die Schirmherrschaft übernommen hatte, die 1. Kreisbeigeordnete Elke Künholz vor. Auch dabei der Landtagsabgeordnete Dieter Franz (SPD) war wie immer mit dabei. Wildecks Bürgermeister Jürgen Grau, der krankheitsbedingt fehlte, wurde vom 1. Beigeordneten Armin Krapf vertreten. Alexander Wirth übergab jedem Spieler ein T-Shirt. Die Turnierleitung lag in den Händen von Vors. Mike Rimbach und Tobias Bornschier.

 

Die Mannschaft der SG Wildeck am Sonntag, 11. November 2012

 

1.         Philipp Brandau

2.         Felix Weyh

3.         Nick Wirth

4.         Tim Schubert

5.         Celina Rudolph

6.         Jannik Mangold

7.         Max Wilhelm

8.         Dennis Pierce

9.         Tom Pierce

10.       Philipp Becker

 

 

Wolfsburgs Fußballnachwuchs wir von fünf Trainern umsorgt

 

WILDECK. Der Nachwuchs des VfL Wolfsburg, der erstmals bei dem Wildecker U 11-Turnier zu Gast war, konnte den Schwung des Bundesligisten, der sein Sonntagspiel gegen Leverkusen mit 3:1 gewann, nicht ganz mitnehmen. „Grundsätzlich will man gewinnen, aber der VfL gibt keinen Erfolg vor“, zeigte sich Trainer Tim Stegmann an der Bande dennoch zufrieden mit seinem Team. Der 23-jährige, der über Hamburg den Weg nach Wolfsburg fand, ist hauptamtlich bei den VW-Städtern angestellt. Bevor er den E-Juniorenbereich übertragen bekam, war er Teammanager der U 19. Neben seiner Trainertätigkeit, immerhin trainiert der Nachwuchs vier Mal die Woche, hat er noch jede Menge administrative Arbeiten zu verrichten. Immerhin sind fünf Trainer für den VfL-Nachwuchs tätig. Am Spielfeldrand unterstützt wird er von Raphael Koletzko, der dies allerdings ehrenamtlich tut. Der gebürtige Koblenzer, den es beruflich als Referendar nach Wolfsburg verschlug, war bis Mitte des Jahres in Gießen tätig. Auch er ist wie Stegmann im Besitz der Trainer B-Lizenz und kam über ein Praktikum und Hospitation zum VfL. Für beide ist wichtig, die jungen Spieler möglichst lange beim VW-Club zu halten und sie gerade in den jüngeren Jahrgängen über den Wettkampf spielerisch weiterzubringen. Jeder der als E-Junior zu ihnen stößt, bekommt zunächst die Garantie, dass er zwei Jahre dabei ist. Erst bei einem Wechsel in die U 12 wird entschieden wer weiter dabei ist. „Die Jungens spielen wegen ihrer besonderen fußballerischen Fähigkeiten bei uns, auch wenn es am Ende nicht jeder schaffen wird“. Gemeint ist der Sprung in den Profibereich. Den haben Felix Siedentop und Karlos Kurkowski fest im Blick. Beide sind mit Leib und Seele Offensivkräfte und drücken gemeinsam die Schulbank. Felix, der in Weddel beheimatet ist und Karlos, der in Braunschweig zu Hause ist, nehmen die fast tägliche 30-minütige Anreise zum Training und Spiel gelassen auf sich, immer mit dem Ziel vor Augen, einmal Profi zu werden. Als besonderen Höhepunkt betrachten beide das Jahr 2011, als neben dem Kreissieg auch noch souverän den Pokalsieg eingefahren werden konnte. Ein Lob hatten die Übungsleiter dann noch für die Veranstalter parat: „Wir sind selten bei einem so professionellen E-Juniorenturnier zu Gast gewesen und kommen gerne wieder“. Ein Ansporn für die Männer um „Macher“ Alexander Wirth, erneut ein solches Turnier in Angriff zu nehmen.

 

-Thomas Becker-